85% der Vertriebs- und Marketingexperten sind visuelle Lerner

Warum Sie Ihre Social Selling-Strategie visuell vermitteln sollten

Gerade beschäftige ich mich intensiv mit dem Thema Social Selling. In der Abschlussarbeit meines Studiums „Sales Management“ am Management Center Innsbruck (MCI) möchte ich eine Strategie entwickeln, damit die Visual Selling GbR zukünftig erfolgreich Social Selling für sich nutzen kann. Dafür studiere ich aktuell verschiedene Literatur.

Und auch dabei stoße ich immer wieder auf Aussagen, die zeigen, wie wichtig die visuelle Kommunikation auch im Business ist. So schreibt Shanks (2016, S. 35):

„Eighty-five percent of your sales and marketing teammates are visual learners – so leverage visual documents that help everyone see the tactical steps.“

Dabei beruft er sich auf einen Artikel von Hubspot (2012), der übrigens noch einige andere interessante Statistiken zu Visualisierungen bereit hält. Es geht darum, die Strategie, die für das eigene Unternehmen entwickelt wurde, den Vertriebs- und Marketingexperten zu vermitteln. Denn die beste Strategie nützt nichts, wenn die wichtigen Personen diese nicht akzeptieren und demzufolge nicht umsetzen.

Shanks ist ein Experte für Social Selling-Strategien und deren Implementierung im Unternehmen. Dabei hat er bereits viele Möglichkeiten gesehen, mit denen neue Wege eingeschlagen wurden. Am erfolgreichsten war es, wenn die einzelnen Schritte und das Warum visualisiert wurden.

Der Grund ist ganz einfach:

  1. Eine neue Strategie ist meist komplex und besteht aus mehreren einzelnen Schritten. Diese müssen im Detail verstanden werden. Auch ihre Zusammenhänge und die Notwendigkeit der Ausführung. Über Worte erklärt muss sich jeder Mitarbeiter im Team selbst ein Bild davon machen, wie der Prozess aussieht und wie die Vorgaben sind. Das ist umständlich, denn jeder hat seine eigenen Erfahrungen und kann somit die neuen Aspekte des Social Selling nicht sofort abrufen. (Mehr dazu im letzten Artikel.)
  2. Eine neue Strategie bedeutet Veränderung – und auch dieser Schritt ist für viele Teammitglieder schwierig. Denn Veränderung bedeutet, die Komfortzone, das Gewohnte zu verlassen. Dinge, die bisher funktioniert haben, über Bord zu werfen und dafür Neues zu tun. Sie blockieren zunächst und weigern sich dagegen. Das bedeutet wiederum, dass Punkt 1 noch schwieriger zu erreichen ist.

Visualisieren Sie den Prozess von Anfang an auf, können Ihre Mitarbeiter dem Prozess wesentlich leichter folgen. Sie sind nicht mit Denkleistung beschäftigt, sondern können einfach Ihren Erklärungen zu jedem Schritt folgen. Visualisieren Sie zudem die Chancen der Veränderung auf und zeigen auf, was es bedeuten würde, diesen Schritt jetzt nicht zu gehen, wird auch die Veränderung viel leichter angenommen. Ihre Mitarbeiter sehen es und können sich somit leichter darauf einlassen.

Abb. 1 zeigt dies anhand der Customer Journey auf. Hier sind Beispiele aufgeführt, in welchen sozialen Medien zu welchen Schritten in der Journey agiert werden kann.

Social Media-Touchpoints an der Customer Journey

Also, machen Sie es Ihren Mitarbeitern leicht. Entwickeln Sie neue Strategien mit visueller Unterstützung – und bringen Sie diese in das Team – ebenfalls mit Bildern. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken durch eine wesentlich höhere Arbeitsmotivation.

Viel Spaß beim Umsetzen,

Ihre Miriam Hamel
Visual Selling GbR

Literatur:

Shanks, Jamie. 2016.
Social Selling Mastery – Scaling up your sales and marketing machine for the digital buyer. New Jersey: John Wiley & Sons, Inc.
Hubspot. 2012 (6. August). (aufgerufen am 08.07.2017)
19 Reasons You Should Include Visual Content in Your Marketing [Data]. URL: https://blog.hubspot.com/blog/tabid/6307/bid/33423/19-Reasons-You-Should-Include-Visual-Content-in-Your-Marketing-Data.aspx

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